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Nutzung urheberrechtlich geschützter Dokumente

Medien, ob in gedruckter oder digitaler Form, unterliegen in der Regel dem Urheberrecht. Das Urheberrechtsgesetz (UrhG) legt unter anderem fest, wie die Medien für Forschung und Lehre genutzt werden können.

Urheberrechtlich geschützte Dokumente

Die ULB respektiert die Rechte der Urheber und erwartet von ihren Benutzern, dass sie dies ebenfalls tun. Die Pflicht der Benutzer zur Beachtung des Urheberrechts ist außerdem in §28 der Benutzungsregelung der ULB festgeschrieben.

 

Die im Urheberrechtsgesetz geregelten sogenannten Schranken des Urheberrechts ermöglichen vielfältige Nutzungen urheberrechtlich geschützter Werke. Für die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Bewahrung des kulturellen Erbes gibt es sogar spezifische Schranken. Darüber hinaus können sich Nutzungsbefugnisse aus den von der ULB geschlossenen Lizenzverträgen mit Anbietern digitaler Medien ergeben.

Das Urheberrechtsgesetz in der aktuell gültigen Fassung finden Sie hier.

 

Lesen Sie die Antworten auf Häufig gestellte Fragen zum Thema Urheberrecht

(dieser Bereich wird kontinuierlich aktualisiert und erweitert).

Wenn Sie darüber hinaus Fragen zum Thema Urheberrecht haben, schreiben Sie uns: urheberrecht@ulb.uni-bonn.de

Nutzung von Texten in der Online-Lehre

§ 52a UrhG erlaubt, dass unter bestimmten Bedingungen urheberrechtlich geschützte Werke bzw. Werkteile für die Teilnehmer einer Lehrveranstaltung in elektronischer Form zur Verfügung gestellt werden, als sogenannter digitaler Semesterapparat, z.B. innerhalb eines eCampus-Kurses.

Ab dem 1. März 2018 wird § 52a UrhG abgelöst durch den neuen § 60a UrhG. Die Neuregelung präzisiert die Befugnis zur Werknutzung in der Lehre. In einen digitalen Semesterapparat dürfen danach eingestellt werden:

  • 15 % eines veröffentlichten Werkes (ohne Obergrenze)
  • Abbildungen (vollständig)
  • Werke geringen Umfangs (vollständig)
  • vergriffene (d. h. nicht mehr im Buchhandel angebotene) Werke (vollständig)
  • einzelne Beiträge aus derselben Fachzeitschrift oder wissenschaftlichen Zeitschrift (vollständig)

Wichtig: Der zuletzt genannte Punkt schließt die Nutzung von Artikeln aus (Tages- und Wochen)Zeitungen sowie Publikumszeitschriften von der Nutzung nach § 60a UrhG aus!

Die Neuregelung bestimmt ferner, dass die Vergütung, die den Urhebern für die Nutzung ihrer Werke zusteht, eine Gesamtvergütung ist und eine Einzelerfassung und -abrechnung der Werknutzungen nicht erfolgen muss.

Nicht unmittelbar geregelt ist der Vergütungsanspruch der Urheber für Werknutzungen nach § 52a UrhG bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes. Die Regelung ist den zuständigen Vertragspartnern Verwertungsgesellschaft Wort, Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz überlassen. Es ist damit zu rechnen, dass diese vereinbaren werden, den Zeitraum Oktober 2017 bis Februar 2018 wie bereits den Zeitraum Januar bis September 2017 mit einer Pauschalzahlung zu überbrücken (vgl. § 1 der Vereinbarung vom Dezember 2017).

Für das Wintersemester 2017/18 gelten die bisherigen Regeln für die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werken in eCampus-Kursen.
Bei der Gestaltung der eCampus-Kurse für das Sommersemester 2018 sind die neuen Regelungen zu beachten (insbesondere Nichtnutzung von Zeitungsartikeln).



» Lesen Sie auch unsere Zusammenstellung der häufig gestellten Fragen zum Thema Urheberrecht.

» Haben Sie darüber hinaus Fragen, schreiben Sie uns gerne eine eMail an: urheberrecht@ulb.uni-bonn.de

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