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Open Access

Auf dieser Seite haben wir für Sie Informationen zum Thema Open Access in Form einer FAQ zusammengestellt.

OA Open Access

Im Folgenden finden Sie nach Themen sortierte Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Open Access an der Universität Bonn. Wenn Sie darüber hinaus Informationsbedarf haben, können Sie sich für eine individuelle Auskunft und Hilfestellung gerne direkt an unser Team wenden. Schreiben Sie hierfür an: [Email protection active, please enable JavaScript.]

Häufig gestellte Fragen/FAQs

Ich möchte einen Artikel in einer Open Access Zeitschrift veröffentlichen. Unterstützt mich die Universität bei der Finanzierung?

Die Universität Bonn bietet zurzeit Unterstützung im Rahmen zentral abgeschlossener Verträge wie z.B. DEAL und dem „Read and Publish agreement“ mit Cambridge University Press. Weitere Informationen zu abgeschlossenen Verträgen finden Sie weiter unten.

Außerhalb dieser bereits bestehenden Verträge bietet die Universität zurzeit keine zentrale Unterstützung bei der Finanzierung von Publikationsgebühren für Veröffentlichungen in Open Access Zeitschriften. Dies gilt auch für anteilige Kostenübernahmen. Es ist allerdings geplant, in Zukunft hierfür über einen zentralen Fonds Mittel bereitzustellen. Die genauen Abläufe dazu müssen noch ausgearbeitet werden. Bei Inkrafttreten des Fonds werden weitere Informationen an dieser Stelle bekanntgegeben.

Die Universität hat einen DEAL-Vertrag mit dem Verlag Wiley abgeschlossen. Was bedeutet das?

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat im Auftrag der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen vor einiger Zeit Verhandlungen mit den drei größten wissenschaftlichen Zeitschriftenverlagen Wiley, Springer Nature und Elsevier aufgenommen.

Die Ziele dieser Verhandlungen waren/sind:

  • Alle Publikationen von Autor*innen aus deutschen Einrichtungen werden automatisch Open Access geschaltet (CC-BY, inkl. Peer Review).
  • Teilnehmende Einrichtungen haben dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals) der ausgewählten Verlage.
  • Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert („Publish & Read-Modell“). In den ersten drei Jahren der Vertragslaufzeit orientieren sich die in Rechnung gestellten Kosten noch an unseren bisherigen Subskriptionskosten.

Die Verhandlungen mit Wiley haben bereits zu einem Vertrag geführt. Dieser wurde durch die Verhandlungspartner am 15. Januar 2019 unterzeichnet. Die Universität Bonn ist diesem Vertag beigetreten.

Allgemeine Informationen zu Projekt DEAL.

Wie funktioniert der DEAL-Vertrag mit Wiley?

Der aktuelle Vertrag läuft von 01.07.2019 bis 31.12.2021 mit der Option der Verlängerung um ein Jahr. In diesem Zeitraum zahlt die Universität Bonn eine Publish&Read-Fee (PAR). Diese berechnet sich aus unseren bisherigen Lizenzierungskosten und beinhaltet jährliche Preissteigerungen. Später soll diese pauschale Gebühr gemäß der Zielsetzung der Verhandlungen auf Basis der tatsächlichen Anzahl an durch Angehörige der Institution veröffentlichte Artikel jährlich neu festgesetzt werden.
Weiterführende Informationen: Vertragstext (DEAL Wiley)

Heißt das, ich kann nun kostenfrei in Zeitschriften von Wiley im Open Access publizieren?

Ja. Aktuell bezahlt die Universität eine pauschale Gebühr an den Verlag. Darin sind sämtliche Gebühren für die Open Access-Stellung von Artikeln in Subskriptionszeitschriften des Verlages inbegriffen. Wiley bezeichnet diese Option als OnlineOpen (OO). Einzige Bedingung ist, dass die korrespondierenden Autoren dieser Wiley-OO-Artikel zum Zeitpunkt der Einreichung der Universität Bonn angehören.

Bei Veröffentlichungen in reinen Open Access-Zeitschriften von Wiley (OA) fallen dahingegen immer noch Publikationsgebühren an. Diese Gebühren sind nicht in den zentral finanzierten DEAL-Lizenzkosten inbegriffen und werden uns, mit einem Rabatt von 20% auf den Listenpreis, zusätzlich in Rechnung gestellt. Im Rahmen unseres DEAL-Vertrags übernimmt die ULB Bonn auch diese Kosten zentral.

Sämtliche Artikel werden durch die ULB auf Anspruchsberechtigung geprüft und müssen durch uns aktiv genehmigt werden. Nach Bestätigung der institutionellen Zugehörigkeit der corresponding authors zur Universität Bonn, genehmigen wir für die vorläufige Vertragslaufzeit pauschal sämtliche Artikel in den betreffenden Zeitschriften von Wiley (OnlineOpen und Open Access).

Nähere Informationen zu Wiley OnlineOpen.
Liste der Wiley-OnlineOpen- und der Wiley-Open Access-Zeitschriften (zugänglich über die jeweilige ‚Price List‘)

Gelten die DEAL-Verträge für das jeweils gesamte Verlagsportfolio, also alle E-Zeitschriften und auch E-Books?

Nein, die DEAL-Verträge befassen sich ausschließlich mit elektronischen Zeitschriften. Dabei sind nahezu alle Zeitschriften Bestandteil des Vertrages. Es existieren allerdings auch Ausnahmen, bei Springer Nature wären zum Beispiel die OA-Zeitschriften Scientific Reports und Nature Communications momentan von der Rabattierung ausgenommen.

E-Books sind nicht Bestandteil der DEAL-Verträge. Diese müssen wir über gesonderte Lizenzverträge mit eigenen Kosten beziehen und Ihnen bereitstellen.

Wie stehen die Verhandlungen mit Springer Nature?

Ebenso wie mit Wiley gelangten die Gespräche mit Springer Nature zu einem Ergebnis und die Universität Bonn ist inzwischen auch dieser Vereinbarung beigetreten. Autor*innen der Universität Bonn können seit 01. Januar 2020 ohne eigene Kosten die Open Access Option in Hybridzeitschriften des Verlages (Open Choice) auswählen. Die Publikationskosten in berechtigten Zeitschriften werden analog zum Wiley DEAL zentral übernommen.

Eine Liste der betroffenenTitel finden Sie hier. Bitte unbedingt die Spalte "DEAL active from" beachten! Die Open Access Zeitschriften des Verlages (inkl. Nature Branding) sind erst ab August 2020 Bestandteil des DEAL Vertrages! Vor diesem Zeitpunkt können wir Publikationsgebühren in diesen Titeln nicht zentral übernehmen. Nicht Bestandteil des DEAL-Vertrages mit Springer Nature sind die meisten Nature Titel, Magazine und technische Fachzeitschriften.

Wie stehen die Verhandlungen mit Elsevier?

Die förmlichen Verhandlungen mit Elsevier haben sich als schwierig erwiesen und sind derzeit ausgesetzt. Die Verhandlungspartner stehen aber weiterhin in Kontakt. Ein Abschluss ist entsprechend zur Zeit nicht absehbar. Wir informieren an dieser Stelle über etwaige Fortschritte.

Ich möchte einen Artikel bei Wiley bzw. Springer Nature veröffentlichen. Bei der Einreichung werde ich gefragt, ob ich diesen im Open Access zur Verfügung stellen möchte. Die angegebene Publikationsgebühr dafür finde ich zu hoch und ich würde diese Kosten der Universität gerne ersparen. Soll ich also für meinen Artikel die Veröffentlichung im Open Access ablehnen?

Nein. Durch die Teilnahme der Universität Bonn am DEAL-Vertrag werden uns die Kosten für die Veröffentlichungen unserer Wissenschaftler*innen pauschal berechnet. Lehnen Sie Open Access ab, so werden diese uns dennoch in Rechnung gestellt. Der Universität entsteht durch Ihre Ablehnung also kein Vorteil. Im Gegenteil, Sie übertragen dem Verlag bei Verzicht auf Open Access die üblichen Verwertungsrechte Ihrer Publikation und verhindern damit eine freiere Nachnutzbarkeit Ihres Papers durch andere.


Die DEAL Gebühr richtet sich übrigens nach der Anzahl der durch unsere korrespondierenden Autor*innen veröffentlichten Artikel. Pro Artikel müssen wir eine sogenannte PAR-Fee (Publish and Read) entrichten. Diese beträgt pauschal 2.750 €.

Weitere Open Access Verträge der Uni Bonn

Cambridge University Press: Open Access „Read and Publish agreement”

Im Rahmen eines DFG-geförderten Konsortiums hat die Universität Bonn ein sogenanntes „Read and Publish“ agreement mit dem Verlag Cambridge University Press (CUP) geschlossen. Hierdurch können Autor*innen der Universität ihre Artikel in bestimmten hybriden Zeitschriften des Verlages im Open Access veröffentlichen. Die hierbei anfallenden Publikationsgebühren werden durch eine zentral entrichtete Lizenzgebühr gedeckt. Konkret beinhaltet dieser Vertrag die Zeitschriften der sogenannten „HSS Collection - Hybrid“ (HSS = Humanities and Social Sciences).
Eine Liste der beinhalteten Zeitschriften finden Sie hier (Tabellenblatt „HSS Collection - Hybrid“).

Durch CUP für Autorinnen/Autoren bereitgestellte Informationen (v.a. Folie 5, Option 3 – Seek funding from your institution).

De Gruyter: OA-Komponente in Allianz-Konsortialverträgen

Die Allianz-Konsortialverträge mit dem Verlag De Gruyter beinhalten OA-Komponenten. Diese gelten für die Zeitschriften der von uns in diesem Rahmen bezogenen Pakete LLH 1 und 2 (Linguistic, Literature and Humanities 1 und 2).

Autor*innen der Universität dürfen Ihre Artikel in diesen Zeitschriften in der durch den Verlag publizierten Form sofort nach Veröffentlichung und ohne Embargo in ein (institutionelles oder disziplinspezifisches) Repositorium ihrer Wahl einpflegen und als Zweitveröffentlichung im Open Access zugänglich machen.
Als institutionelle Lösung bieten wir Ihnen hier unser Repositorium bonndoc.

In reinen OA-Zeitschriften des Verlages erhalten Sie des Weiteren einen Rabatt von 20% auf die Publikationsgebühr.

Liste der De Gruyter Online Zeitschriften der Kollektion LLH1
Liste der De Gruyter Online Zeitschriften der Kollektion LLH2

Ich soll für meine OA-Publikation eine Lizenz wählen. Welche soll ich nehmen?

Als Urheber steht es Ihnen frei zu entscheiden, unter welchen Bedingungen Sie Ihre Arbeit veröffentlichen. Bei digitalen Veröffentlichungen im Open Access finden dabei häufig die sogenannten Creative Commons Lizenzen Anwendung. Es handelt sich dabei um einen Satz vorgefertigter Lizenzen unterschiedlicher Einschränkung.
Genauere Informationen entnehmen Sie am besten direkt den Webseiten von Creative Commons (englische Version hier).

Die HRK empfiehlt die Wahl der freiesten Lizenz, also wo möglich CC-BY (Nachnutzung unter Namensnennung erlaubt). Restriktivere Lizenzen schließen bestimmte Nutzungsarten aus. Von wissenschaftspolitischer Seite ist aber eine größtmögliche Nachnutzbarkeit gewünscht. Zudem herrscht momentan noch kein Konsens darüber, welche Nutzung z.B. Lizenzen mit dem Element „non-commercial“ tatsächlich ausschließen.
Der Praxisleitfaden zur Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen beinhaltet weitere Informationen zu diesem Thema.

Existieren weitere Möglichkeiten zur Publikation im OA an der Uni Bonn, zum Beispiel für die Zweitveröffentlichung?

Ja. Die ULB bietet Ihnen die Möglichkeit, zum Beispiel Dissertationen und sonstige Qualifikationsarbeiten im Open Access zu veröffentlichen. Alle Informationen rund um dieses Thema finden Sie auf unseren Webseiten Dissertationen Publizieren.

Mit bonndoc existiert ein institutionelles Repositorium an der ULB Bonn, das für Open Access-Zweitveröffentlichungen die technische Infrastruktur bietet. Damit wird es den Wissenschaftlern der Universität ermöglicht, ihre Rechte gemäß dem Urheberrecht, ihren individuellen Verlagsverträgen und weiteren Vereinbarungen (z.B. im Rahmen der DFG-geförderten Allianzlizenzen) auszuschöpfen. Beispielsweise können Publikationen des Verlags Bonn University Press mit Zustimmung des Urhebers 2 Jahre nach Erscheinen veröffentlicht werden.
Weitere Informationen zu bonndoc finden Sie hier.

 

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