Sie sind hier: Startseite Sammlungen Handschriften Orientalische Handschriften

Orientalische Handschriften

Die Sammlung an orientalischen Handschriften kommt zum größten Teil aus Gelehrtenbibliotheken. Die Sammlung setzt sich aus dem Bibliotheksbestand der Universität Duisburg, sowie zwei großen Handschriftenkomplexen aus dem Orientalischen Seminar der Universität Bonn und des Orientalisten Wilhelm Heffing zusammen.

Die 272 orientalischen Handschriften kommen zum größten Teil aus Gelehrtenbibliotheken des späten 18. bis 20. Jahrunderts Sie betreffen vor allem den arabisch-türkisch-persischen Bereich (ca. 140 Handschriften) und den indischen Kulturkreis (ca. 95 Handschriften).

Ein Grundstock kam 1818 mit dem Duisburger Bibliotheksbestand (Link) nach Bonn (23 Handschriften, z.T. ehemals Besitz von J. P. Berg). Im weiteren Verlauf des 19. Jhs. wurde der Bestand kräftig vermehrt durch Handschriftliches aus Gelehrtennachlässen (vor allem F. A. Rosen, A. W. von Schlegel, Ch. Lassen), worunter sich allerdings zahlreiche Abschriften von Codices in europäischen und außereuropäischen Bibliotheken sowie Druckschriften mit handschriftlichen Anmerkungen befinden.

Zwei größere Handschriftenkomplexe wurden der Bibliothek in den 20er Jahren unseres Jahrunderts aus dem Orientalischen Seminar der Universität (ca. 65 Handschriften) bzw. kurz nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Besitz des Orientalisten Wilhelm Heffening (23 Handschriften) überstellt. Mit insgesamt 11 Handschriften waren die Kriegsverluste bei den orientalischen Handschriften gering.


Kataloge / Verzeichnisse

  • Gildemeister, Joannes: Catalogus librorum manu scriptorum orientalium in Bibliotheca academica Bonnensi servatorum. Bonn 1864 - 1876.

    Verzeichnet sind 118 Handschriften, vor allem arabische (islamische und christliche) und Sanskrit-Handschriften. 11 zählen zu den Kriegsverlusten. Die Gildemeister´schen Katalognummern dienen heute - mit vorgesetzter Kennung So - als Signaturen.

  • Huschens, Franz-Josef: Die orientalischen Handschriften der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn : ein Verzeichnis unter besonderer Berücksichtigung der Provenienzen und der Bestandsgeschichte. Bonn 2000
  • Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland:
    • Bd 6,2 = Hebräische Handschriften, T.2 . Wiesbaden 1965.

      Enthält die Beschreibungen von 4 Bonner Handschriften.

    • Bd 20,6 = V. Six, Äthiopische Handschriften, T.3. Stuttgart 1994. (1 Bonner Handschrift)
    • Bd 28,1 = L. Manik, Batak-Handschriften. Wiesbaden 1973. (1 Bonner Handschrift)
    • Bd. 37,1 = M. Götz, Islamische Handschriften, T. 1: Nordrhein-Westfalen. Stuttgart 1999.

      Von 387 Beschreibungen arabischer, persischer und türkischer Handschriften beziehen sich 252 auf Bonner, vorwiegend türkische Handschriften; sie sind in 107 Einzel- und Sammelhandschriften erhalten (von insgesamt 189 beschriebenen). Abgesehen von 5 Ausnahmen (So 43-46; 48) handelt es sich um Handschriften, die nach Abschluss des Gildemeister-Katalogs erworben wurden.

Literaturhinweis

  • Huschens, Franz-Josef: Der Bonner Bibliothekar und Orientalist Wilhelm Heffening (1894-1944). Eine bio-bibliographische Studie nebst einem Verzeichnis der aus seiner Privatbibliothek stammenden Druckschriften in den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn. Berlin 1997. [unveröff. Abschlußarbeit am Institut für Bibliothekswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin]

    Erwähnt auf S. 39 u. 42 die orientalischen Handschriften Heffenings, die ganz überwiegend in die UB Bonn gelangten.

Artikelaktionen