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Elbers, Arnold Wilhelm

Die Bibliothek des Regierungsdirektors Arnold Wilhelm Elbers

Arnold Wilhelm Elbers wurde  am 8.02.1714 in Schwelm geboren und starb am 27.07.1807. Er war preußischer Regierungsdirektor im Herzogtums Kleve.  

Die Bibliothek

Am Ende des Jahres 1826 teilte Eduard Elbers dem damaligen Bibliotheksdirektor Carl Theodor Welcker (1790 - 1869) mit, dass sie beabsichtigen die Bibliothek Arnold Wilhelm Elbers an die Universitätsbibliothek zu verschenken. Elbers hatte anfangs geplant, die Bibliothek für 1500 Taler zu verkaufen. Dem Klever Buchhändler Hannesmann war die gesamte Bibliothek von circa 7000 Bänden, abzüglich einiger Bände, die sich die Familienangehörigen im vorhinein ausgesucht hatten, übergeben worden. Hannesmann konnte nur wenige dieser Bücher verkaufen und lagerte sie deshalb auf seinem Dachboden, wofür er von den Angehörigen der Familie Elbers Gebühren verlangte. Da diese aber nicht zahlen wollten, entschieden sie sich dazu, die Bücher der Universitätsbibliothek Bonn zu schenken. Einzige Voraussetzung war das Übernehmen der bereits fälligen Miete des Dachbodens von 100 Talern.

Die in Hagen befindlichen Bücher kamen kurzfristig nach Bonn. Der größere Teil der Elber´schen Bibliothek, der sich noch bei Hannesmann befand und aufgrund dessen Bankrotts und der Unfähigkeit des dafür zuständigen Notars nicht nach Bonn gelangte, wurde nach seinem Tod zu dessen Erben nach Köln geschafft. 1828 schickte Oberbibliothekar Welcker Josef Schram (1770 - 1847) nach Köln, um die Bücher einzufordern und nach Bonn zu bringen. Die Mission Schrams blieb erfolglos. Erst nach einer erfolgreichen Klage vor Gericht konnten am 20. August 1829 die Bücher in 16 großen Kisten mit einem Gewicht von insgesamt 56 Zentnern in Bonn in Empfang genommen werden.

Die Bibliothek mit ihren 7264 Bänden, 299 Karten und 5 Handschriften enthielt Literatur zu allen Wissensgebieten. Besonders stark vertreten waren die Gebiete Theologie, Rechtswissenschaften und Geschichte. 960 dieser Titel waren Dubletten. Was damit geschah ist ungewiss. Außerdem ist davon auszugehen, das der Großteil der Bände, die der Geschichte zugeordnet worden sind im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden.


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