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Nutzung urheberrechtlich geschützter Dokumente

Medien, ob in gedruckter oder digitaler Form, unterliegen in der Regel dem Urheberrecht. Das Gesetz legt unter anderem fest, wie die Medien für Forschung und Lehre genutzt werden können.

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Urheberrechtlich geschützte Dokumente

 

Nutzung von Texten in der Online-Lehre

§ 52a UrhG erlaubt, dass unter bestimmten Bedingungen urheberrechtlich geschützte Werke bzw. Werkteile für die Teilnehmer einer Lehrveranstaltung in elektronischer Form zur Verfügung gestellt werden, als sogenannter digitaler Semesterapparat, z.B. innerhalb eines eCampus-Kurses. Für eine solche Nutzung ihrer Werke steht dem Urheber eine Vergützung zu, die durch die Verwertungsgesellschaften erhoben wird. Bis zum 30. September 2017 wird diese Vergütung wie bisher durch eine Pauschalzahlung der Bundesländer geleistet (Übereinkunft vom 15.12.2016).

Urheberrechtlich geschützte Texte können infolgedessen vorerst Inhalt aktueller eCampus-Kurse bleiben.

Für die Zeit ab dem 01. Oktober 2017 wird die Vergütungsregelung mit der VG Wort neu verhandelt. Wir aktualisieren die hier vorliegenden Informationen, sobald das Verhandlungsergebnis bekannt gegeben ist.

Nicht betroffen vom Vergütungsstreit sind alle Dokumente, bei denen es sich nicht um Schriftwerke handelt, also z.B. Bildwerke (auch Abbildungen in Schriftwerken), Werke der Musik oder Filmwerke. Für diese gilt weiter ein Gesamtvertrag, der die Vergütung pauschal regelt.
Außerdem nicht betroffen sind Zitate aus Schriftwerken, da sie zustimmungs- und vergütungsfrei zulässig sind (§ 51 UrhG).

» Lesen Sie auch unsere Zusammenstellung der häufig gestellten Fragen zum Thema Urheberrecht.

Hintergrund der aktuellen nochmaligen Änderungen

Bis zum 30. September 2017 können an der Universität Bonn urheberrechtlich geschützte Werke in Auszügen in Lehre und Forschung unter definierten Bedingungen auf der Grundlage von § 52a UrhG online elektronisch bereitgestellt werden.

Für diese Nutzung erhalten die Rechteinhaber eine Vergütung, die durch Pauschalzahlungen der Bundesländer an die Verwertungsgesellschaften geleistet wird.

Die Verwertungsgesellschaft Wort, die die Vergütungsansprüche der Textautoren wahrnimmt, versucht jedoch seit Jahren, für Schriftwerke (Texte) die werkbezogene Erfassung, Meldung und Abrechnung jedes einzelnen Nutzungsfalls durchzusetzen. Sie wird darin bestätigt durch das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 20.03.2013. Auf dieser Grundlage haben die Verwertungsgesellschaft Wort und die Kultusministerkonferenz im September 2016 einen Rahmenvertrag abgeschlossen, dem die Hochschulen hätten beitreten sollen. Diese hätten sich damit zur nutzungsbezogenen Abrechnung verpflichtet und für jeden Textauszug pro Semester, pro Seite, pro Teilnehmer 0,8 Cent zahlen müssen.
Die Hochschulen haben es einhellig abgelehnt, diesem sehr belastenden Rahmenvertrag beizutreten und angekündigt, lieber ab dem 1. Januar 2017 auf die Bereitstellung von Texten gemäß § 52a UrhG zu verzichten. Dies hat wiederum zu Protesten von Studierenden und Lehrenden geführt.

Unter dem Eindruck der Reaktionen haben die Verwertungsgesellschaft Wort und die Kultusministerkonferenz unter Beteiligung der Hochschulrektorenkonferenz eine Übereinkunft erzielt, die die Nutzung von Texten gemäß § 52a UrhG in der Lehre bis zum 30.09.2017 unter den bisherigen Bedingungen erlaubt.

Der Wortlaut der Vereinbarung und damit alle Details der Übereinkunft sind noch nicht bekannt.
Urheberrechtlich geschützte Texte können jedoch vorerst Inhalt aktueller eCampus-Kurse bleiben.


» Lesen Sie die kontinuierlich erweiterten Häufig gestellte Fragen zum Thema Urheberrecht

» Haben Sie darüber hinaus Fragen, schreiben Sie uns gerne eine eMail an: urheberrecht@ulb.uni-bonn.de

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