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Autographensammlung

Den Grundstock der Autographensammlung bildet die Briefsammlung von Sibylle Mertens-Schaaffhausen. Heute umfasst die Sammlung rund 8000 Dokumente.

Autographensammlung

Brief von Johann Wolfgang von Goethe an Hofräthinn [Johanna] Schopenhauer

Den Grundstock der Autographensammlung bildete die etwa 2000 Stücke umfassende Briefsammlung der mit Bonn verbundenen Kölner Bankierstochter und -gattin Sibylle Mertens-Schaaffhausen (1797 - 1857), die sich jahrzehntelang in der biedermeierlichen rheinischen und römischen Literaten- und kunstsinnigen Gelehrtenwelt bewegt hatte.
Die der Bonner Universitätsbibliothek testamentarisch vermachte Sammlung kam 1859 in den Bestand und enthält neben Briefen an die „Rheingräfin“ selbst auch fremde Korrespondenz, so z. B. Briefe aus dem Nachlass von Sibylles Weimarer Freundin Adele Schopenhauer, deren Wahlheimat das Rheinland war und die 1849 in Bonn starb.

Durch den Briefnachlass des Bonner Buchhändlers Gustav Marcus wurde der Bestand der Sammlung 1895/96 fast verdoppelt.

Ausdrücklich der Pflege rheinischer Literatur diente die Stiftung des Kommerzienrats Emil vom Rath, aus deren Mitteln 1911 nicht nur Handschriften erworben werden konnten, sondern auch die Autographensammlung zu einer rheinischen Autographen- und Porträtsammlung ausgebaut werden konnte.

Diese erfuhr erneut einen kräftigen Zuwachs in den Jahren 1919-1922, als 184 "namhafte Persönlichkeiten der Rheinprovinz" einer Bitte der Bibliothek Folge leisteten und der Sammlung geschenkweise Porträtaufnahmen und Autographen, häufig selbstbiographischen Inhalts, überließen.

In der Folgezeit wurden neu erworbene größere, durch Schreiber oder Adressaten zusammengehaltene Autographenkomplexe, im allgemeinen nicht in die Autographensammlung, sondern als Sammlungen, Teil- oder Splitternachlässe in die Handschriftliches aller Art enthaltende Gruppe der S-Signaturen eingeordnet.

Bis zum Jahr 1935 war die Autographensammlung auf 7057 Stücke angewachsen. Im Jahr 2016 umfasst die Sammlung circa 8000 Dokumente.

Wie bei den Nachlässen ist die Erwerbungspolitik heute vorzugsweise auf Briefe oder Manuskripte Bonner Gelehrte ausgerichtet.

Die Autographensammlung  ist vollständig in HANS und Kalliope nachgewiesen. Ausgewählte Dokumente und urheberrechtsfreie Neuerwerbungen werden zusätzlich in den Digitalen Sammlungen präsentiert.


Verzeichnisse

Literaturhinweis

  • Otto, Paul: Die Autographen- und Porträtsammlung der Universitätsbibliothek Bonn. In: Bonner Mitteilungen 12, 1933, S. 34-45.
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