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Datum: 27.12.2019

Das Bonn Center for Digital Humanities stellt sich vor Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu Digital Humanities am 15.01.2019, 14:15-15:45 Uhr.

— abgelaufen

Im Wintersemester 2019/2020 organisiert die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn in Kooperation mit dem Centre for the Classical Tradition eine Vortragsreihe zu Digital Humanities. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Vortrag: „Das Bonn Center for Digital Humanities stellt sich vor“
Vortragender: Dr. Matthias Lang (Koordination des Bonn Center for Digital Humanities)
Zeit und Ort: Mi, 15.01.2020, 14:15-15:45 Uhr, Senatssaal der Universität Bonn (Hauptgebäude 1. OG)
Anmeldung: Um Anmeldung unter [Email protection active, please enable JavaScript.] wird gebeten.
Ansprechperson: Jan Kenter ([Email protection active, please enable JavaScript.])

Abstract

Vorstellung des Bonn Center for Digital Humanities: Themenfelder und Services

Im November des vergangenen Jahres hat das Bonn Center for Digital Humanities seinen Betrieb aufgenommen. Gemeinsam mit der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn wird das Center als Serviceeinrichtung die Forschenden in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen bei der Anwendung von neuen digitalen Methoden und Werkzeugen beraten und unterstützen.

Der Vortrag wird anhand von anschaulichen Beispielen einen Überblick über die möglichen Themenfelder des neuen Centers geben. Der Vortragende wird drei laufende Projekte präsentieren, die nun am Bonn Center for Digital Humanities angesiedelt sind.

  1. Spacialist – eine virtuelle Forschungsumgebung für die Spatial Humanities

    Spacialist ist eine modular erweiterbare Anwendungsplattform für die raum- und objektorientierten Geisteswissenschaften, die eine standardisierte Erfassung sämtlicher projektrelevanter Daten in einer integrierten, web-basierten Umgebung erlaubt, die zudem über umfangreiche Analyse- und Visualisierungswerkzeuge verfügt. Aufgrund eines äußerst abstrakten Datenmodells kann das Werkzeug in kurzer Zeit an die Anforderungen und Bedürfnisse eines neuen Forschungsvorhabens angepasst werden.

  2. Archäologisches und epigraphische Dokumentation im ägyptischen Sakkara

    Die Kombination von Texten, Räumen und Objekten ist einer der generischen Forschungsfragen der Ägyptologie. Digitale 3D-Technologien bieten gänzlich neue Möglichkeiten in der Visualisierung und Analyse dieser Zusammenhänge – sie erlauben die Generierung einer präzisen virtuellen Kopie einer Fundstelle und der unterschiedlichen Stadien der fortlaufenden Ausgrabung, die sich so immer wieder aufs Neue untersuchen lässt. Dies soll am Beispiel der Ausgrabungen einer Schachtgrabanlage in der Nekropole von Sakkara gezeigt werden, die vollständig mit digitalen 3D-Methoden dokumentiert wurde.

  3. Die schwäbische Auswanderung nach Georgien – eine virtuelle Reise

    Die deutsche Auswanderung nach Nordamerika ist fest im geschichtlichen Bewusstsein verankert. Die Migrationsbewegungen ins zaristische Russland sind hingegen weitestgehend unbekannt. Anhand von historischem Quellen und Karten, konnte die Ausreise zahlreicher Württemberger im frühen 19. Jahrhundert in den Kaukasus präzise kartiert werden. Um diese Informationen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde eine interaktive virtuelle Karte in deutscher, englischer und georgischer Sprache erstellt, in der die geographischen Informationen mit den Quellen und den historischen Hintergründen verbunden werden.

 

Informationen zu den weiteren Veranstaltungen der Vortragsreihe finden Sie unter https://www.ulb.uni-bonn.de/de/service/digital-humanities

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