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Datum: 09.11.2018

Die Zukunft der Wissensorganisation und die Rolle wissenschaftlicher Bibliotheken Lebhafte Podiumsdiskussion in der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn.

Am Dienstag, den 06.11.2018, hat im großen Lesesaal der ULB eine sehr gut besuchte Podiumsdiskussion zum Thema „Die tradierten Ordnungen des Wissens und die neuen Mächte des Internets. Wie verändern sich Bildung und Gesellschaft im Digitalen Zeitalter?“ stattgefunden. Die Veranstaltung fand im Rahmen des 200. Jubiläumsjahres der Universität Bonn statt und wurde von Prof. Dr. Bettina Schlüter moderiert. Es diskutierten Dr. Klaus Ceynowa, Prof. Dr. Valentin Groebner, Dr. Constanze Kurz und Prof. Dr. Martin Warnke.

Das Podium diskutierte kontrovers darüber, ob die Geschichte der Wissensorganisation und -speicherung mehr von Kontinuitäten oder von Brüchen gekennzeichnet ist. Während Dr. Klaus Ceynowa angesichts der Digitalisierung zur Gelassenheit riet und vor Alarmismus mit Blick auf drohende Informationsverluste warnte, sagte Prof. Dr. Valentin Groebner, dass jene historisch gesehen immer schon der Normalfall gewesen seien. Aufgabe von Historikern und Bibliothekaren sei es entsprechend, Informationsverluste möglichst in Grenzen zu halten. Am Beispiel des gemeinsamen Digitalisierungsprojekts von Bayerischer Staatsbibliothek und Google wurden die Grenzen und Spielräume der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und kommerziellen Akteuren bei der kulturellen Überlieferung von Wissen ausgelotet. Einig war man sich mit der Forderung, dass die zunehmende Marktmacht der großen Internetkonzerne zu begrenzen sei.

In ihren Grußworten hatten zuvor der Dezernent für Kultur, Sport und Wissenschaft der Stadt Bonn, Martin Schumacher, und der Direktor der ULB, Dr. Ulrich Meyer-Doerpinghaus, das große beiderseitige Interesse an einer weiteren Vertiefung der Kooperation zwischen Universität und Stadt unterstrichen.

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