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Historische Bibliotheken

Im Bestand der ULB Bonn befinden sich zahlreiche historische Bibliotheken privater und institutioneller Vorbesitzer. Den Gründungsbestand im Jahr 1818 bildeten die Bibliotheken der alten Duisburger Universität (ca. 6.000 Bde) und des Erlangener Philologen Gottlieb Christoph Harless (ca. 8.700 Bde). Vor allem im 19. Jahrhundert wurden weitere größere Büchersammlungen geschlossen oder in großen Teilen übernommen. Die nachfolgende Aufstellung listet nur die wichtigsten Zugänge auf  (in Klammern das Erwerbungsjahr):

  • Bibliothek des Bonner Professors Johann Heinrich Crevelt (1819)
  • Bibliothek des Geheimen Legationsrates Carl Wilhelm Nose (1819, 1820, 1827)
  • Teile der Bibliothek des Karmeliterinnenkloster St. Adelheid in Bonn-Pützchen (1819)
  • Teil der Bibliothek des Reichskammergerichts in Wetzlar (1818, 1819)
  • Teile der Bibliothek der ehemaligen Koblenzer Rechtsschule (1819)
  • Teile der Bibliothek der Benediktinerabtei Corvey und des Augustinerklosters Dalheim (1820)
  • Teile der Bibliothek der Koblenzer Gymnasialbibliothek, darunter auch Bücher aus alten Koblenzer Klosterbibliotheken (1821)
  • Dubletten der Breslauer Universitätsbibliothek, darunter Bestände Breslauer Klosterbibliotheken und der Bibliothek der 1811 aufgelösten Universität Viadrina in Frankfurt/Oder (1821, 1822)
  • Teil der Bibliothek Münchener Professors der Philosophie Friedrich Heinrich Jacobi (1823),
  • Privatbibliothek des Regierungsdirektors Arnold Wilhelm Elbers (1829)
  • Bibliothek des Domkapitulars und Professors der Theologie Augustin Scholz (1853)
  • Bibliothek des Bonner Professors für Chirurgie und späteren Kölner Stadtarztes Joseph-Claude Rougemont (1867)
  • Bibliothek des Prinzen Maximilian zu Wied (1868)
  • Teile der ehem. Starhembergischen Bibliothek zu Riedegg (1893)
  • Teile der Bibliothek des Bonner Professors für Sanskrit Theodor Aufrecht (1908)
  • Bibliothek des Altkatholischen Seminars (1922)
  • Große Teile der Bibliothek des Bonner Professors für Romanistik Ernst Robert Curtius (1961)
  • Bibliothek des Bonner Professors für Philosophie und Psychologie Erich Rothacker (1966)

 

Die übernommenen Büchersammlungen sind in den Bestand der Bonner Universitätsbibliothek eingeordnet worden. Gesondert aufgestellt mit eigenen Signaturen sind allein die Bibliotheken des Prinzen Georg von Preußen, des Orientalisten Heinrich Goussen und des Juristen Friedrich Karl von Savigny. Die Sammlung Exilliteratur ist geschlossen aufgestellt, aber in den Numerus Currens 62 integriert.