Entwicklungsziele
Ziel ist es, dass sich das Bibliothekssystem der Universität trotz der verteilten Zuständigkeiten dem Benutzer als ein funktionales Ganzes präsentiert.
Wesentliche Aspekte dabei sind:
- Gemeinsamer Katalognachweis
- Verringerung der Zahl der Bibliotheken
- Optimale Ausschöpfung der Erwerbungsmittel
Gemeinsamer Katalognachweis
Für die Zeitschriften ist der Gesamtnachweis über die Zeitschriftendatenbank (ZDB) bzw. die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) gegeben.
Die etwa 2,5 Mio. Bücher im Bestand der rund 130 Institutsbibliotheken sind erst zu etwa 50% im Hauptkatalog der ULB verzeichnet. Für die 800.000 Titel im Bonner Gesamtkatalog der Kliniken, Institute und Seminare (BoKIS) ist die Übernahme in den Hauptkatalog geplant. Voraussetzung ist jedoch die Betreuung dieser Bibliotheken durch bibliothekarische Fachkräfte. Durch Kooperationen und Clusterbildung werden schrittweise Strukturen geschaffen, die auch für die kleinen Bibliotheken eine professionelle Betreuung ermöglichen. Rund 670.000 Bücher sind bisher nur in Zettelkatalogen unzureichend erschlossen. Mit Projekten zur Retrokonversion werden auch diese Nachweise systematisch in den Hauptkatalog eingebracht.
Verringerung der Zahl der Bibliotheken
Die Zahl von über 100 Einzelbibliotheken erschwert die Literaturversorgung in mehrfacher Hinsicht: Die Studierenden sind oft auf mehrere Bibliotheken parallel angewiesen und müssen sich mit unterschiedlichen Aufstellungssystematiken, Katalogen und Benuzungsbedingungen vertraut machen; großzügige Öffnungszeiten sind nicht finanzierbar; die fachliche Betreuung ist aufwendig; es gibt unnötige Überschneidungen zwischen den Beständen. Die grundsätzlich wünschenswerte Zusammenfassung kleinerer Bibliotheken zu großen, leistungsfähigen Einheiten scheitert oft an der räumlichen Situation. Im Zuge von Baumaßnahmen wird jedoch jede Gelegenheit zur Reorganisation der Bibliotheken genutzt. So wurde 2008 die Fachbibliothek Theologie eröffnet, in der die Bestände der beiden Theologischen Fakultäten vereinigt sind. Die im Frühjahr 2009 eröffnete Fachbibliothek Mathematik umfasst sämtliche mathematische Literaturbestände der Universität, einschließlich derer der ULB.
Optimale Ausschöpfung der Erwerbungsmittel
Bei teuren Zeitschriften und elektronischen Informationsquellen sind parallele Erwerbungsaktivitäten der Institute einerseits und der ULB andererseits nicht sinnvoll. In den zeitschriftenorientierten Fächern der medizinischen, mathematisch-naturwissenschaftlichen und landwirtschaftlichen Fakultät sowie den Fächern Wirtschaftswissenschaften und Psychologie hat sich eine enge Kooperation der Einrichtungen bewährt. Die Erwerbungsmittel der Institute bzw. Fakultäten und die der ULB fließen jeweils in einen fachlichen Zeitschriftenfonds, aus dem bedarfsorientiert das Angebot an Zeitschriften und Datenbanken finanziert wird. Das Management liegt in der Hand der ULB.
